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Das Genie eines Autors erkennt man nicht daran,
was er geschrieben hat,
sondern daran, was er weggelassen hat.
  Tipps für Autoren
 

Allgemeine Empfehlungen für Autoren

Auf dieser Seite finden Sie allgemeine Hinweise für Autoren, die Ihnen, den Lektoren und – last but not least – den Setzern die Arbeit erleichtern sollen.
Zielgruppe dieses Textes sind Autoren wissenschaftlicher Werke oder von Fachliteratur, die am PC oder Apple arbeiten und Ihr Werk als Manuskript oder Typoskript Ihrem Lektor zu Weiterverarbeitung übergeben.

Was sich hier nicht findet

Sie finden hier keine Verweise über die Einhaltung der Neuen Deutschen Rechtschreibung. Diese wird umfassend in der diversen Literatur behandelt (natürlich der Duden) und in den Rechtschreibprogrammen der Textverarbeitungen abgearbeitet.
Auch fehlen hier Hinweise über das richtige Zitieren und wissenschaftliche Arbeiten, da dies in jeder wissenschaftlichen Richtung anders gehandhabt wird. Es ist jedoch guter Stil, sich an die Standards der jeweiligen Richtung zu halten und einen Zitiervorschlag beim Impressum anzumerken.

Umfang

Vereinbaren Sie mit Ihrem Lektor einen maximalen Umfang für Ihr Werk und lassen Sie sich eine Formatvorlage für den späteren Satz erstellen! Nichts ist frustrierender, als wenn am Ende der schöpferischen Phase vom Verlag ein Nein kommt, da der Umfang wesentlich überschritten wurde und massive Streichungen vorgenommen werden müssen oder das Werk schließlich gar nicht verlegt wird. Vergessen Sie nicht: Auch wenn Sie der Ansicht sind, dass das Publikum all Ihre Gedanken unbedingt erfahren muss, der Verlag muss vor allem mit Ihrem Werk Geld verdienen.

Zitate und Fu?noten

Eine weitere Beschränkung gilt für Fußnoten und Zitate. Im akademischen Bereich herrscht die Unsitte jedes Werk mit Fußnoten bis zur Unkenntlichkeit zu spieken und jeden 2. Satz mit einem Zitat zu belegen. Natürlich ist es im Rahmen wissenschaftlichen Arbeitens unerlässlich die Belege für die erstellten Theorien vorzulegen, aber wenn es sich bei dem geplanten Werk um ein Populärwissenschaftliches oder gar ein Lehrbuch handelt, vergeuden Sie durch wahlloses Zitieren Zeit, Druckerschwärze und die Nerven Ihrer Leser. Denn bei solchen Werken wird niemand Wert auf 10 Fußnoten je Seite legen, geschweige denn diese auch lesen.

Auszeichnungen

Es ist ein schlechter Stil, ein Werk durch wilden Gebrauch von Auszeichnungen oder Formatierungen zu strukturieren. In einigen wissenschaftlichen Bereichen pflegen manche Autoren durch hemmungslose Verwendung von fetten Lettern, Unterstreichungen, verschiedenen Schriftgrößen und Einrückungen dem Leser das Markieren mit Filzstift abzunehmen. Ganz schlimm wird es, wenn mehrere Auszeichnungen vergeben werden, also beispielsweise ein fetter Absatz, in dem noch einzelne Worte unterstrichen sind.
An diese Autoren sei eine Bitte gerichtet: Sie zerstören damit die Leserlichkeit Ihres Werkes völlig. Das menschliche Auge kann solcherart gestaltete Texte nur mehr sehr schwer erfassen und das Gehirn ist vor allem mit dem Verfolgen der Zeilen beschäftigt, anstatt dem Inhalt zu folgen. Also vermeiden Sie im Sinne der Leserlichkeit Ihres Werkes übertriebene Formatierungen!

Gliederungsebenen

Dieser Punkt richtet sich wie der obige an Autoren mit Hang zur Überformatierung. Das menschliche Gehirn kann mehr als drei Gliederungsebenen nicht folgen. Wir alle kennen Werke in denen stolz das Kapitel 12.3.4.2.6.9 (a) angeführt wird. Auch Einstein hätte nicht irgend einen Bezug zu dieser Systematik herstellen können. Die einzige Berechtigung einer solchen Gliederung ist in Formalwissenschaftlichen Werken gegeben, um die Zitierbarkeit sicherzustellen. In allen anderen Bereichen ist dies überflüssig und sinnstörend.
Tipp: Lassen Sie sich bei der Strukturierung Ihres Werkes von Ihrem Setzer beraten. Er hat viel Erfahrung, was guter Stil ist und was vom Leser noch verarbeitet werden kann.

Einheitlichkeit

Achten Sie in Ihrem Werk auf Einheitlichkeit! Dies betrifft viele Bereiche, vor allem Namen von Personen und Orten. Wenn Sie auf Personen namens Mayer verweisen, so prüfen Sie am Ende, ob sich nicht noch ein Maier, ein Meyer oder ähnliches eingeschlichen hat.
Auch Präfixe sollen einheitlich sein. Checken Sie vor der Abgabe Ihres Werkes noch einmal, ob der Name de Gruyter oder deGruyter lautet.
Wenn Sie abkürzen, so sollten Sie dies immer gleich tun. Beispielsweise entweder immer Hall/Tirol oder immer Hall in Tirol. In manchen Bereichen ist es üblich, den abkürzenden Punkt wegzulassen, also zB statt z. B. In jedem Fall sollte ein Stil einheitlich in Ihrem Buch verwendet werden. Einigen Sie sich auch auf eine einheitliche Sprache für Orts- und Eigennamen. Wenn Sie über Bolzano schreiben, so sollten Sie auch über Milano und nicht Mailand schreiben.
Achten Sie auf die Einheitlichkeit von Anführungszeichen. Wenn Sie die deutsche Schreibweise verwenden, neigen manche Textverarbeitungen hier zu Fehlern.
Wenn Sie Listen, wie beispielsweise Stichwortverzeichnisse, erstellen, so achten Sie auf die einheitliche Sortierung: Es gibt mehrere Regeln, um Umlaute zu ordnen.

Zahlen

Die Zahlen von eins bis zwölf werden ausgeschrieben, ausgenommen Sie verwenden Sie im direkten Vergleich oder mit einer Maßeinheit:
Drei Bücher
3 - 16 Bücher
3 km
Nach der Neuen Deutschen Rechtschreibung ist bei Wörtern mit Zahlen ein Bindestrich zu verwenden.
Der 48-er
Vor Maßeinheiten, Währungen und dem Prozentzeichen ist ein Abstand einzuhalten:
348 km

Listen und Verzeichnisse

Ein wissenschaftliches Werk gewinnt an Brauchbarkeit, wenn ein gutes Stichwortverzeichnis vorhanden ist. Als Regel soll hier gelten: Gestalten Sie das Stichwortverzeichnis so umfangreich wie möglich und halten Sie dafür das Inhaltsverzeichnis beschränkt. Im Inhaltsverzeichnis sucht niemand nach einzelnen Begriffen, es ist daher sinnlos alle Überschriftebenen 1 bis 6 anzuführen. Leider ist all zu oft das Gegenteil der Fall.

Verweise

Verweisen Sie innerhalb Ihres Buches auf einzelne Kapitel, so müssen die Nummern und Seiten am Ende stimmen. Am besten, Sie verwenden einfach Blockaden, wie Siehe Kapitel ##### Diese Zeichenfolge ist bei der ersten Autorenkorrektur nach dem Satz einfach aufzufinden und die richtigen Nummern zu ergänzen.
Noch einfacher ist es natürlich, die Referenzierautomatik Ihrer Textverarbeitung zu verwenden, wozu hier ausdrücklich geraten sei.

An alle Verwender von Schreibmaschinen

Natürlich schreibt heute kaum jemand mehr mit einer Schreibmaschine. Es gibt jedoch noch genügend Autoren, die Ihren PC mit einer Schreibmaschine verwechseln. Daher hier einige Regeln:
  • Keine Mehrfach-Zeilenschaltungen: Dies erledigt man mit Absatzformatierungen
  • Keine Mehrfach-Leerzeichen: Dies erreichen Sie besser mit Tabulatoren
  • Keine händischen Überschriftenformatierungen: Dies erreichen Sie über Formatvorlagen
  • Keinesfalls händisch Worte abtrennen: Der Setzer muss diese Trennungen später mühsam heraussuchen und entfernen.
Am besten, Sie zeigen Ihrem Setzer oder Lektor ein paar Musterseiten, er kann Ihnen dann wertvolle Tipps geben, wie Sie sich die Schreibarbeit erleichtern können.

Autorenkorrekturen

Ist Ihre Werk schließlich gesetzt, geht es an die Autorenkorrekturen. Am besten verwenden Sie einen farbigen Filzstift zum markieren und einen feinen Bleistift für textuelle Ergänzungen. Die Praxis sieht manchmal so aus, dass Korrekturen kopiert oder gefaxt werden und da ist ein dicker Filzstift für die Markierung noch gut sichtbar und die Leserlichkeit einer Bemerkung durch einen feinen Schreibstift gewährleistet.
Sie sollten sich an die einheitlichen Korrekturregeln halten, die im Duden vermerkt sind.

Dateinamen

Verwenden Sie sprechende Dateinamen, die nicht nur Ihnen etwas sagen, sondern auch dem Verlag oder der Druckerei. Dateien wie Kapitel 3.doc sind schnell falsch zugeordnet und verloren.
Tip: Name-Titel-Kapitel-Version.doc, also zum Beispiel Fassbinder-EinfAlgebra-Kap02-V2.doc.
Wenn Sie Grafiken in Ihrem Werk verwenden, so legen Sie diese in einem betriebssystemneutralen Format (z. B. TIF) in einer hohen Auflösung bei.

Letzte Tipps

Hier noch einige abschließende Hinweise:
  • Sparen Sie sich fixe Leerzeichen, die also nicht umgebrochen werden. Diese werden bei der Datenkonvertierung in der Regel nicht übernommen.
  • Versuchen Sie nicht Ihr Werk in Ihrer Textverarbeitung selbst zu setzen, wenn dies nicht vereinbart ist. Diese Mühe ist einfach umsonst, da Ihr Buch mit anderer Software neu gesetzt wird. Am besten ist es, sich eine Formatvorlage vom Verlag erstellen zu lassen und mit dieser zu arbeiten.
  • Checken Sie am Ende mittels Suchen & Ersetzen auf Schlampigkeitsfehler. Dazu zählen mehrere Leerzeichen hintereinander, Abstände nach einem §, keine Abstände vor einem %, mehrere Zeilenschaltungen und diverse oben schon angeführte einheitliche Schreibweisen.

Das war’s, jetzt noch viel Spaß beim Schreiben!

Ihr BuX. Team
 
 
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